Wer ist die VKA und was kostet sie?

ALLGEMEIN

VKA steht für: Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Gerne verwechselt wird dieses Kürzel mit KAV, dieses Kürzel steht wiederum für die in Ersterem enthaltenen kommunalen Arbeitgeberverbände. 16 an der Zahl, für jedes Bundesland eins. Diese 16 vertreten in der Folge etliche Kommunen des jeweiligen Bundeslandes. So steht einer kleinen Stadt wie Osnabrück (~156.000 Einwohner) mit dem KAV Niedersachsen endlich ein starker wie kompetenter Partner für Lohndrückerei, sei es in Tarifverhandlungen oder im Eingruppierungsrecht, zur Seite. Und Berlin hat dass ja schließlich auch! Die Frage ist nur, was kostet der Spaß? Hier gibt der Internetauftritt des KAV Niedersachsen sich transparent. Das Design und das Banner gleich auf der ersten Seite zeigen: Hier wird gespart! Aber ein bisschen mehr als das Ernst-August-Carre als Sitz der Geschäftsstelle hätte es doch sein dürfen, oder? Na ja, die Beiträge sind knapp bemessen. Auch hier Transparenz: Mitgliedskommunen zahlen momentan lediglich 5,35 € je Beschäftigte/n jährlich. Allein Osnabrück mit ca. 2500 Beschäftigten im öffentlichen Dienst gerade mal etwa schlappe 13350 € im Jahr. Zusätzlich dürfen Mitglieder sogar darauf hoffen, besonders verdienstvolle Beschäftigte in das Präsidium oder einen der Fachausschüsse entsenden zu dürfen. Da kommt schon einiges zusammen (Präsidium: 21 Mitglieder, FA Krankenhäuser: 8 Mitglieder, FA Nahverkehr 7 Mitglieder, FA Sparkassen: 8 Mitglieder, FA Versorgungsbetriebe 6 Mitglieder, bei einer Frauenquote von insgesamt 4 Prozent). Der Sozial- und Erziehungsdienst hat leider keinen eigenen Fachausschuss. Dennoch ist ein Oberzentrum wie Osnabrück, wo allein in den Kitas ca. 10% (annähernd 100% weiblich), aller kommunalen Beschäftigten arbeiten, durch den KAV NDS trotzdem gut beraten! Denn vertreten wird Osnabrück von hochdotierten wie -qualifizierten Fachleuten aus Ortschaften von Schortens (~ 20.000 Einwohner) bis Twistringen (~12.000 Einwohner). Diese Arbeiten sicherlich alle ehrenamtlich und auch nicht während ihrer Arbeitszeit die sie in den kommunalen Vorstandsetagen und auf Bürgermeisterstühlen verbringen müssten, für den KAV/VKA. Die verdienen so viel? Na, und wenn schon: Immerhin tragen sie unendlich viel Verantwortung. Schließlich müssen sie den Erzieher/innen mit ihren unverschämten Forderungen mittels hochkarätiger Presseerklärungen das Maul stopfen!

Skandal: VKA liest kein OSONSTRIKE, geht von einheitlich 10 % aus und wird von unterschiedlichen Positionen bei ver.di und GEW überrascht

ALLGEMEIN

Jetzt ist es amtlich: Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände ist entweder zu blöd zum Lesen, oder in der eilig verfassten Pressemitteilung im Vorfeld des Verhandlungsauftaktes stellt nahezu jedes zweite Wort einen Flüchtigkeitsfehler dar. Wer weiß, vielleicht wird auch einfach dreist gelogen, um Meinungsmache zu betreiben? Hat man wirklich nicht gewusst, dass es sich bei den geforderten 10 Prozent um einen Durchschnittswert handelt? Auf OSONSTRIKE war das  bereits am 5. Januar zu lesen und bei aller Selbstverliebtheit: Es gibt sicherlich schnellere Plattformen! Und ja: Der VKA hat recht! Ver.di und GEW sind unterschiedliche Gewerkschaften mit unterschiedlichen Forderungen (ein Klick auf die jeweilige Gewerkschaft verdeutlicht, wer wen vertritt und wer in der Lage ist zu verhandeln bzw. Forderungen zu erheben/durchzusetzen). Überraschend sollte diese Tatsache für die VKA allerdings nicht sein, es sei denn, ihr wäre ihr nicht bekannt, mit welcher Gewerkschaft sie da eigentlich verhandelt!

MITGLIEDERVERSAMMLUNG IM HAUS DER JUGEND

EVENTS

mv_haus_der_jugendAm gestrigen Abend fand die erste Verdi-Mitgliederversammlung des Sozial- und Erziehungsdienstes der Stadt Osnabrück in 2015 statt.

Gut 20 Kita-Beschäftigte und Sozialarbeiter/innen kamen traditionsgemäß im Haus der Jugend zusammen, um sich auf den neuesten Stand der Forderung zu bringen und zu wissen, was ab dem 25. Februar mit dem kommunalen Arbeitgeberverband verhandelt wird.

Darüber hinaus wurden bereits erste Aktionsideen und möglicherweise notwendig werdende Arbeitskampfstrategien entwickelt und diskutiert.

Fest steht: Sollten die Verhandlungen nicht den gewünschten Erfolg erzielen, werden die Beschäftigten den Konflikt in die Kindertagesstätten, Sozialen Dienste, sowie Jugend- und Gemeinschaftszentren tragen. Dort stehen die Mitglieder der unterschiedlichen Berufsgruppen Seite an Seite bereit, um den sich in den Einrichtungen aufbauenden Druck und wachsenden Unmut auf die Straße zu bringen!