Bundestarifkommission macht Weg frei für Streiks ab März!

ALLGEMEIN, EVENTS

Tarifrunde_2018_StartEs ist wieder so weit: OSONSTRIKE war zu einem zweitägigen Gastspiel mit der Bundestarifkommission in Berlin! Auf der Tagesordnung standen neben der Kündigung von Entgelttabellen des öffentlichen Dienstes auch eine erste Diskussion zu möglichen Forderungen. Hier bietet die derzeitig extrem komfortabele Wirtschafts- und Kassenlage durchaus Anlass zum Träumen. Erste Ideen:

  • Tabellenerhöhungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent mit einer sozialen Komponente Überproportionale Erhöhung der Ausbildungsentgelte
  • Angleichung der Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost der VKA
  • Erhöhung des Zusatzurlaubs für Wechselschicht- und Schichtarbeit
    auf 9 bzw. 6 Tage
  • Anhebung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende und Praktikantinnen
    und Praktikanten auf 30 Tage
  • Kostenloses Nahverkehrsticket

Alle Infos als PDF erhaltet ihr mit einem Klick auf das obige Banner.

Durchsetzen werden wir das dann gemeinsam… Wir sehen uns auf der Straße.

Mittagspause für Aufrechte: Streik!

EVENTS

Am vergangenen Mittwoch entschlossen sich gut 100 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aus und um Osnabrück angesichts der ernüchternden 1. Verhandlungsrunde im Rahmen einer kämpferischen Mittagspause das Hegertor unsicher zu machen. Nach zahlreichen aufschlussreichen Redebeiträgen, unter anderem von Wilhelm Koppelmann als Mitglied der ver.di Verhandlungskommission, erklommen die Streikenden den steinernen Torbogen, um mit einem letzen friedlichen Signal, bevor es dann möglicherweise knallt, Luftballons austeigen zu lassen. Mal schau’n was die 2. Runde am heutigen Montag und morgigen Dienstag bringt…

OSONSTRIKE in Ost-Berlin, 4.30 Uhr: Verteilzentrum der Post blockiert!

EVENTS

Um 4.30 Uhr machte sich OSONSTRIKE am Samstagmorgen mit 60 TeilnehmerInnen der Bundesvertrauensleutekonferenz von ver.di auf den Weg über die Spree nach Ost-Berlin. Mit einem frischgestaltem Banner unter dem Arm ging es zu einem bestreikten Briefverteilungszentrum der Deutschen Post AG. Dort galt es die unbefristet streikenden KollegInnen zu unterstützen und Streikbrecher abzufangen! Was für ein Start in den Tag… 🙂

Oberbürgermeister Griesert: „VKA? Bitte sprechen sie doch nicht immer von ‚meinem‘ Verband!“

EVENTS

Am Samstagmittag besuchte eine 15-köpfige Delegation aus Eltern, Kindern, Sozialarbeiter/innen und Kita-Beschäftigten Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, um ihn zu fragen: „Was tun sie, als oberster Vertreter unserer Kommune für die Aufwertung der sozialen Berufe und damit für eine baldige Beendigung des derzeit unbefristet laufenden Streiks?“ Wie so oft hatte es der Oberbürgermeister nicht gerade leicht, was schon zu Beginn des Termins durch die clevere Frage eines anwesenden Sozialarbeiter-Kindes mit Blick auf ein typisches OB-Foto klargestellt wurde: „Papa, muss der arme Mann diese massive Kette eigentlich immer tragen?“ Schnell wurde deutlich, wie massiv der Streik gerade die Eltern, aber auch die Streikenden selbst belastet und dass es darüber hinaus auch zu gravierenden Einschränkungen in Nicht-Kita-Bereichen kommt. So zum Beispiel in den sozialen Diensten des Jugendamtes. Neben dem umfangreich geäußerten Unmut, wiesen die Eltern auch darauf hin, dass es nicht ausreiche, die Tarifvertragsparteien zurück an den Verhandlungstisch zu bitten. Vielmehr bedürfe es der Forderung eines ernst zunehmenden Angebotes, damit ein annehmbares Ergebnis die Streikenden in die Lage versetze den unbefristeten Arbeitskampf zu unterbrechen. Hiervon sei man jedoch momentan weiter denn je entfernt, da die derzeitigen Vorschläge der VKA defacto keine Verbesserungen, geschweige denn eine Aufwertung für die Beschäftigten im Osnabrücker Sozial- und Erziehungsdienst brächten. Somit seien den Streikenden die Hände gebunden. Griesert brachte dem Gegenüber viel Wertschätzung entgegen: „Natürlich liegen mir die Eltern besonders am Herzen! Aber ich weiß auch, dass meine Beschäftigten richtig gute Arbeit machen. Dass sie häufig nicht dementsprechend entlohnt werden, ist allerdings ein flächendeckendes Problem des öffentlichen Dienstes. Da würde wohl nur ein General-Streik aller Beschäftigten helfen!“ Auf den Hinweis, dass der Kollege Ulrich Mädge, an den durch Grieserts Verband geführten VKA-Verhandlungen beteiligter Bürgermeister von Lüneburg, sich in Interviews gerne anders äußert, kam die überraschende, aber schlagfertige Antwort: „Der ist ja auch von der SPD. Außerdem habe ich ein Problem damit, wenn sie in diesem Zusammenhang ständig von der VKA als meinem Verband sprechen!“ Nachdem der Oberbürgermeister andeutete, durchaus bereit zu sein, die eigene Rolle im derzeit laufenden Konflikt noch einmal zu überdenken und zukünftige Vorschläge oder gar Angebote auf ihren Wirkungsgrad gegenüber den eigenen Beschäftigten hin zu überprüfen, ging es nochmal um die Bedenken der Eltern: „Wir sind verzweifelt! Viele von uns haben ihren Jahresurlaub mittlerweile komplett verbraucht und nun stehen auch noch drei Wochen Schließzeit in den Sommerferien vor der Tür. Wir befürchten, dass die Streiks unser dringend notwendiges Vertrauensverhältnis gegenüber der Stadt Osnabrück und letztendlich auch gegenüber den Erzieher/innen, nachhaltig beschädigen könnte! Dazu kommt, dass die städtischen Kitas nicht alle gleichermaßen von den Streiks betroffen sind. Einige meiden den Konflikt weitestgehend oder gar völlig. Dort sind die Eltern dann sorgenfrei, während wir alles ausbaden dürfen. Wiederum erschwerend hinzu kommen dann noch die starken Schwankungen der angebotenen Plätze in den sich scheinbar zufällig ergebenden ‚Notgruppen‘. Mal  50, mal 20 und plötzlich gar keine mehr. Könnte man die Auswirkungen des Streiks nicht besser regeln und gleichmäßig auf alle Schultern verteilen?“ Wolfgang Griesert schien selbst verblüfft: „Ich verstehe auch nicht, warum es keine offizielle Notdienstvereinbarung mit ver.di gibt. In anderen derart sensiblen Bereichen, wie zum Beispiel den Krankenhäusern, läuft das ja auch. Eine solche Vereinbarung würde vieles einfacher machen!“ Dass er selbst dafür verantwortlich wäre, eine solche Vereinbarung abzuschließen, schien ihm nicht klar zu sein.

Abschließend überreichten die Streikenden Griesert ein Solidaritäts-Care-Paket. Neben zahlreichen  blumigen Utensilien war auch eine knallrote Streikweste enthalten, anstandshalber der CDU gegenüber immerhin mit schwarzem Rand. „Oh wie nett, ist das was zum anziehen?“

Mal schauen, ob er sich Montag zu den Mahnwachehaltenden auf der Rathaustreppe gesellt, oder gar der Einladung ins Streiklokal ‚Lagerhalle‘ folgt.

Auf in die Metropolen. VKA bei der Entscheidungsfindung unterstützen!

EVENTS

image

Auf der A1! Unterwegs mit zwei Bussen aus Osnabrück in Richtung Hamburg. Die VKA Geschäftsführer treffen sich in Frankfurt am Main. Da diese schöne Stadt lediglich Platz für 20.000 Streikende bietet, fahren wir in die Hansestadt, um bundesweit ein deutliches Signal zu senden: Liebe VKA, viel Erfolg.  Aushungern könnt ihr wen anders!

Einstimmiges Ergebnis: Streik geht weiter!

EVENTS

image

Die Streikdelegiertenkonferenz ist beendet, mit folgendem Ergebnis: Der Erzwingungsstreik wird  ununterbrochen fortgesetzt und zwar solange bis ein „annehmbares Ergebnis“ vorliegt! Ob ein irgendwann von der VKA abzugebendes Angebot annehmbar ist, entscheiden die Streikdelegierten und somit letzendlich jedes Streikende ver.di-Mitglied. OSONSTRIKE meint: Geschätzte VKA, wollt ihr wirklich versuchen uns „auszuhungern“ oder wird es vor den Sommerferien noch was?