Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey auf der Kasseler Konferenz 2018:

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20181102_133442.jpg„Ich werde mich 2020 in die Tarifverhandlungen einmischen!“

 

Die Bundesfamilienministerin redet auf der 11. Kasseler Konferenz vor zahlreichen ehren- und hauptamtlichen ver.di-Mitgliedern über das „Gute-Kita-Gesetz“, den Fachkräftemangel und die Notwendigkeit einer deutlichen (finanziellen) Aufwertung. Dabei stellt sie klar, dass die Herausforderungen in den sozialen Berufen nicht allein von den Beschäftigten selbst erstritten werden können – seien sie auch noch so stark. Auch sieht Frau Dr. Franziska Giffey die Länder in dieser Frage überfordert und stellt klar, der Bund müsse sich einmischen. Im übrigen nicht nur in der Kindertagesstätte, sondern gleichermaßen in der sozialen Arbeit. 2019 beginnen die Gespräche, 2020 die nächste Aufwertungsrunde: Diesmal offenbar mit einer prominenten, erstaunlich erfrischenden Bündnispartnerin die auch Praktiker*innen Teilhabe verspricht!

200 Beschäftigte fordern: Mindestens 200 Euro!

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Und dabei geht es gerade erst los. Nach einer erfolglosen 1. Verhandlunsrunde erfolgte heute der Streikauftakt in Osnabrück. Nicht schlecht für den Anfang: Rund 200 Beschäftigte forderten lautstark und kreativ unter Anderem eine Anhebung der Gehälter um mindestens 200 Euro. Wenn die Arbeitgeber sich weiter so ignorant geben, wird es wohl kaum eine Woche dauern, bis die Situation weiter eskaliert. Das heißt es wäre in Kürze mit ganztägigen Warnstreiks zu rechnen! Wie immer, ganz vorne mit dabei: Die Kitas. Sie haben deutlich gemacht, dass sie sich ihren Streik nicht von unorganisierten Mitgliedern der Osnabrücker Führungsriege kaputt organisieren lassen. Die klare Botschaft: Haltet euch raus! Wenn ihr an unsere Grundrechte geht, werden wir mit voller Härte zurückschlagen. Für die Eltern wäre das eine Ausweitung der ohnehin schon bestehenden Katastrophe! Auch die Medien zeigten großes Interesse. Mehr zu lesen gibt es z. B. bei der Neuen Osnabrücker Zeitung: https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1031186/oeffentlicher-dienst-streikt-osnabruecker-kitas-betroffen#gallery&0&0&1031186

4. Warnstreiktag mit fast 10.000 Teilnehmer/innen in Hannover

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Wahnsinn: Am zentralen Warnstreiktag kamen annähernd 10.000 Beschäftigte aus Niedersachsen auf dem hannoverschen Opernplatz zusammen! Ein beeindruckender Anblick… und so schöne Banner ;)! Während zahlreiche Rednerinnen und Redner von der Beteiligung schier überwältigt waren und als Gäste unter anderem die VW Nutzfahrzeuge Hannover und der Stadt-Elternrat der Kitas Hannover ihre Solidarität aussprachen, zeigte sich die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände nach wie vor uneinsichtig und blieb bei den Statements von Ulrich Mädge, dem Oberbürgermeister von Lüneburg, der schon im Rahmen der dritten Verhandlungsrunde verlauten ließ:  „Sicherlich eine angemessen Bezahlung, die ebend bei 3.500 Brutto  ungefähr im Monat ja liegt […]. Nicht unter dem Druck von Streiks, was [ihn] auch nicht beeindruckt. [Der ist] da lang genug dabei [und selber ver.di-Mitglied, ne?].“ Und scheinbar begreift er auch, „dass eine Berufsgruppe vor den allgemeinen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hochgezogen werden soll“, Aufwertung halt. Und ergänzt zum besseren Verständnis: „Ich kann es leider nicht vergleichen mit VW, da würde ihnen ein IG-Metall-Sekretär etwas anderes erzählen, wieso seine Mitarbeiter mit Erfolgsbeteiligung und was weiß ich dabei sind. […]“, sowie „ich bin in den öffentlichen Dienst gegangen und bin auch mit meinem Gehalt zufrieden“, als Oberbürgermeister von Lüneburg :D! Immerhin: Eine Ausbildung als Zeitsoldat hat er, aber bedeutet das Tarifverhandlungen in Form von Kriegsführung? Wenn er will kann er Krieg haben, aber diesmal ohne Waffen!

Ergänzendes Material in  Bild und Ton folgt in Kürze!

Mit den Beschäftigten der Länder in Bremen

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OSONSTRIKE hatte heute frei und durfte mit den Beschäftigten der Länder nach Bremen fahren, bevor am Donnerstag mit den Erzieher/innen und Sozialarbeiter/innen in Osnabrück die Post abgeht! Mal schauen was dort so gewuppt wird, auf dem Bremer Marktplatz waren wir immerhin an die 7.000 aus ganz Niedersachsen und Bremen angereiste Streikende und Solidarische. Die goldene Inschrift über dem Prunkportal des Schüttings wäre auch ein feiner Arbeitskampf-Slogan: Buten un binnen – wagen un winnen!